Warum soll ich mich denn outen?
Ist es denn überhaupt sinnvoll?
Diese Frage wirst du dir wahrscheinlich schon bei deinen Eltern oder deinen Freunden öfter gestellt haben. Und wie hast du sie dir damals selbst beantwortet? Wahrscheinlich damit, dass dadurch hoffentlich endlich dieser innere Druck nachlässt. Dass du offener mit deiner Sexualität umgehen kannst. Dass die Leute endlich wissen, wie es in dir aussieht. Dass du auch ohne einen CSD und ohne den Schutz einer Schwulendisco oder eines schwulen Cafes für deine Rechte und Interessen als Homosexueller einstehen kannst. Du als Individuum. Weil du einfach nicht mehr der versteckte Schwule sein willst. Alles Gründe, die wohl jeder hier sehr gut verstehen kann.
Nur bleibt dann immer noch die Ungewissheit, wie es deine Kollegen aufnehmen werden. Haben sie Verständnis dafür? Werden sie weiterhin ganz normal mit dir umgehen? Jeder, der ein Outing plant, wird sich schon einmal diese Fragen gestellt haben. Aber eine Universalantwort darauf gibt es nicht. Ebenso wenig wie es ein Patentrezept dafür gibt, wie du es deinen Kollegen am besten beibringst. Als ersten Schritt kannst du aber versuchen herauszufinden, wie die Leute in deiner Firma oder in deiner Abteilung über Homosexualität denken.
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