Legal oder illegal?
Wie holst du dir deine Lieblingsmusik?
Der "Bundesverband Musikindustrie" inszeniert sich gerne selbst. Auf seiner Homepage läuft gut sichtbar ein Ticker. "Illegale Downloads seit dem 01.01.2008" steht in erklärenden Lettern daneben, wie wild schießt die Zahl in die Höhe. 71.241.180 zählte er am 9. März um 17:06 Uhr, vier Minuten später war die Musikindustrie bereits um 71.244.084 legale Musikkäufe geprellt worden.Groß war deshalb die Freude, als kürzlich die Verkaufszahlen für das Jahr 2007 vorgelegt wurden. Die nämlich entwickeln sich positiv: Jugendliche zwischen 10 und 19 Jahren kaufen wieder mehr Musik. "Signifikant" sei der Anteil der jugendlichen Käufer in allen Repertoirsegmenten gestiegen, von 11,5 Prozent im Jahr 2006 auf 13,3 Prozent im Jahr 2007. Insgesamt lag der Anteil der Musikkäufer in der Bevölkerung im Jahr 2007 bei 41,4 Prozent.
"Eine fast schon verloren geglaubte Generation kauft wieder mehr Musik," tönte Stafan Mischalk, Geschäftsführer des Bundesverbandes Musikindustrie. Von einer Trendwende weg von illegalen Downloads hin zu legalen Musikkäufen könne aber nicht gesprochen werden. "Ob die gestiegene Zahl der Musikkäufer auch auf die Erfolge bei der Bekämpfung von Internetpiraterie zurückzuführen ist, wird sich erst in den kommenden Jahren zeigen."
Quelle: Bundesverband Musikindustrie
Bildmaterial: © © Alexey Klementiev - Fotolia.com
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