Marcel (15) erzählt:

Nach dem Fußballtraining

"Marcel, das dürfen wir nicht!"

Es war an einem Mittwoch im Mai 2006. Wir hatten Fußballtraining und ich wollte mit meinem Trainer unter 4 Augen reden. Mein Problem war, dass ich schwul bin und es im vergangenen halben Jahr gemerkt hatte. An Fußball war im Training für mich nicht mehr zu denken, denn da gab es zu viele Jungs, die ich irgendwie zwangsweise beobachten musste beim Umziehen oder beim Duschen. Ich wollte also aufhören mit dem Sport.

Ich bin nach dem Training noch ein paar Runden gelaufen, um als letzter in die Kabine zu kommen und unseren Trainer alleine zu erwischen. Ausserdem wusste ich, dass der Trainer immer als Letzter unter die Dusche ging, wenn alle Jungs bereits fertig waren. Als ich schließlich in die Kabine kam, waren schon alle mit dem Duschen fertig und ich schnappte meine Sachen und ging selbst duschen.

Ich stellte mich unter die Dusche und seifte mich ein, als die Tür aufging. Thomas, so hieß der Trainer, kam herein und sagte, dass ich mich beeilen solle, weil er auch noch duschen wollte und einen Termin wahrnehmen müsse. Ich sagte zu ihm:"Komm doch mit herein, ich will Dir noch etwas sagen."

Er stimmte zu, ich stand also mit dem Trainer in dem Duschraum und redete und redete. Ich offenbarte mich richtig. Es war schön zu wissen, dass der Trainer der erste war, der es von mir erfuhr.

Er sagte:"Hör mal, Marcel, ich habe auch mit 15 gemerkt, dass bei mir etwas anders ist, als bei den meisten Jungs, aber ich habe deswegen nicht mit dem Sport aufgehört. Wie Du weisst, habe ich 10 jahre lang gutes Geld durch Fußball verdient. Und das kannst Du auch! Auch ich bin schwul, Marcel!"

Ich war wie versteinert, konnte kein Wort mehr sagen, mir kamen die Tränen. Das hat gerade ein Mann gesagt, der hier in der Stadt ein Denkmal ist? Eine echte Fußballlegende? Das kann doch nicht sein, dachte ich!

Ich bin wohl der Erste, der weiss, dass er schwul ist. Ich bewunderte Thomas dafür, er war der beste Trainer, den ich bisher hatte und ihn jetzt zu verführen reizte mich irgendwie, ich weiss nicht, warum.

Irgendwie, ich weiss nicht mehr genau wie, kniete ich mich schnell vor ihm hin und nahm seinen Penis in den Mund, er zog zurück und sagte:"Marcel, so hübsch Du auch bist und so sehr wie ich Dich mag, das dürfen wir nicht."

Ich heulte, lag in seinem arm und streichelte ihn, dann konnte er sich nicht mehr wehren und wir waren noch etwa eine Stunde in der Duschkabine.

Leider war es für mich ein einmaliges Erlebnis. Aber nächstes Jahr bin ich 16 und Thomas fängt woanders als Trainer an, dann werden wir uns noch oft sehen und schöne Stunden haben.


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Die hier dargestellten Fotos zeigen nicht den Einsender der Geschichte.