Alan (17) erzählt:

Im Heu

Alan (17) erzählt von seinem ersten Mal

Clemens und ich hatten uns in einem Internet-Forum kennengelernt. Dort gab es einige kleinere und größere Diskussionen zum Thema Homosexualität, in denen wir beide aufeinander aufmerksam wurden. Und dann stand das erste foreninterne Real-Life-Treffen an, das auch noch zufällig in der Nähe (wir wohnten gar nicht weit auseinander) stattfinden sollte.

Wir trafen uns also alle zusammen auf einem gemütlichen Reiterhof. Zuerst wurden ein paar lustige gemeinschaftliche Sachen unternommen und dann ein großes Lagerfeuer in Brand gesetzt, an dem sich alle zu einem ausgelassenen Abend versammelten. Und wie das nun mal so ist, wechselten natürlich auch die Sitznachbarn, die man an so einem Abend hat.

Irgendwann saß „rein zufällig“ also Clemens neben mir. Wir verfielen in ein tiefgreifendes Gespräch, doch plötzlich geschah etwas Unerwartetes. Eine Hand berührte meinen Rücken. Mir war sofort klar, dass es sich dabei nur um Clemens’ Hand handeln konnte, die da über meinen Rücken krabbelte und schließlich meinen Nacken erreichte. An Gegenwehr war natürlich nicht zu denken, vielmehr an entsprechende Gegenmaßnahmen. Was musste also folgen? Natürlich ein Kuss. Aus einem Kuss wurden zwei, aus zweien wurden viele.

Die Zeit habe ich natürlich nicht gestoppt, aber schätzungsweise verbrachten wir so eng umschlungen einen Zeitraum von 20.00 Uhr bis 1.00 Uhr, also satte 5 Stunden. Was für eine schöne Zeit! Gegen 1.00 Uhr kam Clemens dann auf die Idee, unseren Aufenthaltsort doch lieber in die Scheune zu verlegen, um zum einen die Kälte etwas zu reduzieren und zum anderen die Blicke der anderen loszuwerden. Wir gingen also fest umschlungen in die Scheune, kletterten die hoch aufgestapelten Heuballen hoch und ließen uns nieder. Was dann
geschah, kann sich jeder selber denken.

Der nächste Tag begann dann mit einem Ausritt auf Haflingern quer durch den Wald. Und wie wurden Clemens und ich nach diesem Abend und der Nacht natürlich eingeteilt? Wir bekamen einen Haflinger zu zweit, verzichteten dann auf einen Sattel und hielten uns eng umschlungen. Spaßiger Ausritt, so zu zweit auf einem Haffi. Leider war nach diesem Ausritt das Wochenende auch schon wieder zu Ende. Clemens und ich gingen getrennter Wege und es entwickelte sich eine Wochenend- und Ferienfernbeziehung.



Bilder: photocase.com
Die hier dargestellten Fotos zeigen nicht den Einsender der Geschichte.

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