Marvin (15) erzählt:

Als es begann...

Marvin küsst einige Frösche, bevor er den Prinzen findet

Mein Name ist Marvin, ich bin 15 und habe schon einiges mitgemacht in der schwulen Welt. Ich komme aus einem kleinen Dorf, bin katholisch erzogen und gehe eigentlich auch regelmäßig in die Kirche. Deshalb war es sehr schwer mir einzugestehen, dass ich schwul sein könnte.

Angefangen hat es bei mir schon relativ früh, ungefähr mit 13. Ich schaute immer öfter Jungs hinterher. Dann schaute ich im Internet, wo man andere Schwule kennenlernen konnte und habe einige Seiten gefunden, wie zum Beispiel dbna. Ich meldete mich bei diesen Communities an, sogar bei denen, für die man eigentlich 18 sein müsste. Dort wollte ich so schnell wie möglich jemanden finden, der mich küsst und lieb hat, auch weil ich damals in einer sehr schwierigen Phase war.

Nach einigen Wochen habe ich mich dann mit jemanden getroffen. Er war 32, doch der hohe Altersunterschied war mir egal, denn er war sehr nett, aber ich hatte auch Bedenken, denn ich hatte bereits viel von Kinderschändern gehört. Doch es blieb ein einmaliges Treffen. Er wollte nur Sex.

Nach einigen Wochen war ich wieder so gespannt drauf, wie es sein könnte, mit einem anderen Mann Spaß zu haben. Und so habe ich bald wieder jemanden gefunden, bin mit dem Zug zu ihm gefahren und wir hatten 2 schöne Stunden. Doch auch er wollte nur Sex. Und ich wollte meine erste Beziehung. Doch ich habe die Hoffnung nicht aufgegeben, ich wusste ja, dass es auch andere Menschen geben musste.

Es gab bald wieder einen, dem ich vertraute, er kam aus meiner Gegend. Ich hatte mich mehrmals mit ihm getroffen, es hat auch viel Spaß gemacht mit ihm. Doch irgendwann verloren wir den Kontakt.

Was ich euch nun erzählen möchte, fällt mir nicht leicht und ich hoffe, jeder der mich kennt und das nicht weiss, ist nicht böse auf mich!

Eines Tages bot mir ein Mann, er war 38, für ein Treffen 50€. Aus irgendeinem Grund nahm ich das Angebot an und wir trafen uns. Mehrmals sogar. Er machte mir einige Geschenke, doch ich merkte bald, dass ich nichts mehr mit ihm zu tun haben wollte, denn ich begann mich nach einiger Zeit zu ekeln. Mein Glück war, dass ich im Urlaub mein Handy verloren habe. So konnte er sich nicht mehr bei mir melden.

Nun habe ich jemanden kennen gelernt, dem ich wirklich vertraue. Er ist ein Traumtyp! Ich hoffe, dass ich nach vielen Enttäuschungen auch mal in der Liebe Glück habe und endlich jemanden finde, der es ernst mit mir meint!



Quelle:
Bildmaterial: © Penelope Berger - Fotolia.com
Die hier dargestellten Fotos zeigen nicht den Einsender der Geschichte.

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